Stufe 4 Wissenskonstruktion nach Gilly Salmon

Zur besseren Darstellung wird noch einmal die Grafik des 5-Stufen-Modells von Salomon genutzt.

Die Stufe 4 wird von Salmon u.a. durch folgende Zitate charakterisiert:

“Auf Stufe IV beginnen die Teilnehmer häufig das Potential von textbasierter asynchroner Interaktion zu erkennen und übernehmen die Kontrolle ihrer eigenen Wissenskonstruktion auf einer neuen Weise” (Salmon 2004, S. 44)
Lernende entwicklen ihre eigenen internen Wissensmuster und verknüpfen sie direkt mit persönlichen Erfahrungen.(Salmon 2004, S. 45)
E-tivities können auf Wissen basieren, welches die Teilnehmer schließlich selber zu strukturieren haben. Für die E-Moderatoren gilt es, nicht zu viel und nicht zu wenig Struktur vorzugeben.(Salmon 2004, S. 45)
Einige E-tivities zeigen, wie Online-Diskussionen entwickelt werden können: Einstieg in ein Thema, Suche nach Informationen, Konstruktion von Wissen und Abrunden des Themas.(Salmon 2004, S. 88)
Wir unterstützen die Teilnehmer bei der Wissenskonstruktion, indem wir Fragen stellen, Informationen in Beziehung zu ihrem Vorwissen setzen und neue Informationen auf dem Internet suchen lassen.(Salmon 2004, S. 91)
In dieser Phase können Teilnehmer schon sehr gut zusammenarbeiten. (Salmon 2004, S. 148)
Teilnehmer können online verschiedene Standpunkte vertreten, um so die Perspektivenvielfalt zu erhöhen. (Salmon 2004, S. 149)

In unserem Tandem basierte die Interaktion mehr auf synchronen Medien. Das Interessante an der Lösung der Aufgabe war nicht das Ergebnis, sondern der Weg bis zu dieser Lösung. Jeder brachte seine bisherigen Kenntnisse ein und es wuchs ein gemeinsamer Lösungsansatz. Für die Entwicklung wurde Map42 genutzt. Doch hatten wir diese Art von Wissenskonstruktion nicht schon in den Meetings zur Stufe 3 entwickelt?
Die Struktur, die wir in der Stufe 4 von den Moderatoren vorgegeben bekamen, war sehr eng gefaßt. Das vorgegebene Beispiel ließ einen sehr großen Interprettationsspielraum zu. In dieser Situation war die Gruppengöße von 2 bis 3 Personen richtig gewählt. Es blieb nicht viel Raum für Diskussionen in der gesamten Gruppe. Die Diskussion im Tandem war dafür sehr umfangreich. Der Interpretationsspielraum war sicherlich die Ursache dafür. Der Unterschied zwischen Stufe 3 und 4 ist mir im Bezug auf die Gruppenmeetings nicht bewußt geworden.


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