Stufe – “Online-Sozialisation” des 5-Stufen-Modell für Online-Lernen nach Gilly Salmon

Welche Bedeutung messen Sie der Stufe 2 innerhalb eines Moderationsprozesses zu? Sehen Sie Unterschiede zu einer Face-to-Face Situation? Befinden Sie sich derzeit auf der Stufe 2 oder haben Sie diese bereits erfolgreich abgeschlossen? Bitte begründen Sie Ihre Antwort. Haben Sie die bisherigen Aktivitäten in diesem Kurs unterstützt/nicht unterstützt, diese zweite Stufe erfolgreich zu erreichen/abzuschließen? Welche weiteren Unterstützungsmaßnahmen könnten Sie sich als E-Moderator/in vorstellen?
Auf der zweiten Stufe befindet man sich, wenn man die Erste gemeistert hat und immer auf diese Grundkenntnisse zurückgreifen kann. In der Stufe der Online-Sozialisation wird es auch zu einer Vervollkommnung der Fähigkeiten und Fertigkeiten kommen.
Gehen wir einmal davon aus, dass ich diese Zugänge zu den Systemen bewältigt habe. Salmon spricht bei der Online-Sozialisation von der Schaffung einer eigener “Mikrogemeinschaft”. Diese wird zum Teil von den technischen Zugängen gebildet. Der Hauptanteil wird, von den Personen die sich darin befinden oder befinden werden, getragen. Es wird eine “spezifische kulturelle Erfahrung” gemacht. Alle Teilnehmer werden dabei unterschiedliche Erfahrungen machen. Online-Sozialisation bedeutet im Nenner, u.a. wie gelingt es dem Einzelnen sich in die Gemeinschaft einzubringen und wie wird der Einzelne von der Gemeinschaft aufgenommen. Für diese Eingliederung, ist im Falle unserer Gemeinschaft eine gute Vorarbeit durch die Face-to-Face Erfahrung in Duisburg gemacht worden.
Bisher bestand unserer Aufgabe in dem Einstellen von Einzelaufgaben oder in dem Unterordnen unter ein Thema. Da ich schon andere Online-Gruppen erleben durfte, wäre jetzt der zweite Schritt notwendig: wie verhalten sich die Angehörigen der Gemeinschaft bei einer gemeinsamen Aufgabe? Der äußere Druck (Prüfung) ist in unserer Gemeinschaft nicht gegeben. So kann es meiner Meinung nach auch nicht zu Konflikten kommen. Diese Bewältigung wäre auch für den Prozess der Online-Sozialisation notwendig. Salmon meint unter Bezug auf Tolmie und Boyle, dass dort wo die Unterschiede zwischen den Mitgliedern zu klein sind, wenig gelernt wird. Meine bisherige Erfahrung ging immer davon aus, dass mehrfach homogene Gruppen nicht den Lernerfolg erzielen können wie “homogenere” Gruppen. Betrachtet man den Lernprozess unter der Berücksichtigung der Online-Sozialisation, so wäre es für einen Moderator wichtig, gerade die Unterschiede aufzuzeigen und geeignete E-tivities zu entwickeln um den Lernprozess zu Erfolg zu führen. Dies geschieht in unserer Gemeinschaft. Mir wurde wieder einmal vor Augen geführt, dass bei der Beantwortung selbst der einfachsten Fragen, immer wieder neue Informationen für mich dabei sind.
Das Vertrauensnetzwerk ist geknüpft. Kein Mitglied muss sich schämen, wenn Fragen gestellt werden. Seitens der Gemeinschaft, der auch die Moderatoren angehören, werden diese Aktivitäten wohlwollend aufgenommen und gemeistert. Neben dem vorhandenen Vertrauen sind die Festlegungen bzw. die Anerkennung der Normen wichtig. Auch in diesem Bereich haben die Moderatoren sehr gute Arbeit geleistet.
Gibt es auch Anzeichen, dass ich mich noch nicht auf der zweiten Stufe befinde? Bei dem Versuch in Second Life einzutauchen bemerkte ich selbst, wie es ist, wenn man die Online-Sozialisation nicht bewältigt hat. Der Eigenversuch musste scheitern. Gründe dafür sind, u.a. die mangelnden Kenntnisse über Second Life, eine gewisse Schamgrenze und der Alleinversuch. Ein zweiter Versuch unter Anleitung eines Moderators oder eines Gruppenmitgliedes sollte den gewünschten Erfolg bringen.
Habe ich die zweite Stufe abgeschlossen?
Ja!
Die Teilnehmer tauschen Gedanken online aus. Die Teilnehmer besitzen das notwendige Vertrauen in die Gemeinschaft.Die Gemeinschaft arbeitet unter der Anleitung der Moderatoren in den vorbereiteten Räumen zusammen.Die Plattform “Online Campus” wird regelmäßig besucht.Alle TeilnehmerInnen der Gruppe haben sich vorgestellt und ihre Erfahrungen zur ersten Stufe gesammelt. Ich kann, wenn ich mal einen Namen vergessen habe, immer in “meiner Gruppe” nachschauen.Das “Du”-Angebot unserer Mentoren hat einen sehr positiven Einfluss auf die Arbeit in der Gemeinschaft.
Nein!
Die Teilnehmer agieren noch nicht untereinander. Ich sehe zwar wann die Mitglieder der Gruppe online sind, habe jedoch noch keinen triftigen Grund gefunden sie anzusprechen.Wir sind im Moment noch sehr Mentoren zentriert.Ein Steckbrief wurde noch nicht erarbeitet, kann jedoch Thema der nächsten Übung sein.