Erste Online-Prüfungsvorbereitung
Februar 21, 2010
by astoehr
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Für eine Prüfungsvorbereitung nutzte ich erstmals die Möglichkeit der Online-Version. Die Gründe die zu der Entscheidung für die Online-Version geführt haben, lassen sich wie folgt zusammenfassen:
- TeilnehmerInnen mit verschiedenen Prüfungsschwerpunkten,
- zu große Niveauunterschiede im vorhandenen Wissen,
- Vorbereitung auf unterschiedliche Prüfungsmodule zur selben Zeit,
- zusätzliche krankheitsbedingte Nacharbeiten und
- die zur Verfügung stehende Zeit.
Bei allen TeilnehmerInnen waren die technischen Voraussetzungen und die Online-Kommunikationskompetenzen gewährleistet.
Für die TeilnehmerInnen plante ich jeweils 30 Minuten Gespräche ein. Alle an der Übung teilnehmenden LernerInnen erhielten im Vorfeld Schwerpunkte mitgeteilt. Für die technische Umsetzung wurde die Funktion “Gruppenkonversation” in Skype verwendet. Es wurden insgesamt 4 Gruppensitzungen durchgeführt.
Ablauf:
In der ersten Sitzung waren die vorhandenen Grundkenntnisse gefragt. Dabei ging es nicht um die Beantwortung von Faktenfragen, sondern um die Erfassung der allgemeinen Kenntnisse. Die TeilnemerInnen erhielten ein fallbezogenenes Beispiel aus dem jeweiligen Stoffgebiet und mussten danach ihre Antworten formulieren.
In den weiteren Sitzungen wurden dann auf die vorhandenen Kenntnisse aufgebaut und immer mehr formales Wissen in die Abfragen eingebunden.
Bereits in der ersten Sitzung kam ein in der Litartur oft beschriebener Fakt zum Tragen: die notwendige Motivation der Teilnehmenden. Ich musste wirklich viel Zeit für die Motivation einplanen. Einplanen ist hier der falsche Ausdruck, denn ich hatte bis dahin noch keine Erfahrung. Also koppelte ich die Motivation mit den Fragen zum Fachwissen. Als Beispiel möchte ich ein Szene beschreiben. Es ging im Fachgespräch um die Grundlagen vom objektorientierten Programmiersprachen. Hier bilden die Begriffe “Objekt”, “Objektvariable”, “Klasse” und “Vererbung” immer ein prüfungsrelvante Rolle, da diese Begriffe zum Grundwissen gehören. Offensichtlich hatte eine Teilnehmerinn hier keinerlei Verständnis aufgebaut. Bis zu dem Moment als ihre Tochter in die Gruppensitzung “reinplatzte”. Ich reagierte sofort und stellte eine Verbindung zwischen den Begriffen “Klasse” und “Objekt” zu den Begriffen “Mutter” und “Tochter”. Einigen Informatikern wird dieser Vergkeich bestimmt das Herz brechen, nur eine andere Möglichkeit hatte ich im Moment der Gruppensitzung nicht. Nur wenn die besagte Teilnehmerin sich jetzt ein Bild von den Begriffen der objektorientierten Programmierung machen kann, ist doch das Lehrziel erreicht.
Diese erste Erfahrung mit einer Online-Prüfungsvorbereitung hat mich ermutigt auf jeden Fall weiter zu machen. Die Vorbereitung, Durchführung und Nacharbeit müssen meinerseits noch verbessert werden, u.a. könnte ich noch andere didaktische Mittel einbeziehen.
Zum Abschluss bleibt eine neue Frage: Welche Rolle spielte ich in diesem Szenario? E-Moderator, E-Tutor, E-Teatcher, Tele-Tutor, E-Trainer, Tele-Mentor oder E-Mentor.


