Meine erste E-Moderation

Am 09.03.2010 ca 21:30 Uhr war es endlich soweit: meine erste E-Moderation konnte starten.

Vorgeschichte
Im Rahmen des Kurses “Online Tutoring” hatten wir die Aufgabe in die Rolle eines Online Moderators zu schlüpfen. Das Ziel war die Planung einer virtuelle Seminareinheit, deren Durchführung und Reflexion. Wir sollten uns selbst ein Thema aus dem Themenfeld Online Tutoring wählen und ein “maximal” 15 minütiges Mini-Seminar zu halten. Kling gut einfach und realisierbar, wenn… ja wenn man ein Thema hätte? Also habe ich die Not zur Tugend gemacht und genau dieses Thema gewählt: Die Wahl des richtigen Seminarthemas! Es gibt natürlich auch eine Langform für den Titel (lange Titel deuten auf die Gewichtigkeit des Themas hin :-)) “Mit der Wahl des richtigen Themas wird der Grundstein für den Erfolg im Online-Seminar gelegt”.

Das Gruppenmeeting
Innerhalb des Gruppenmeetings hatte ich mich (auch noch) bereit erklärt, die Rahmenmoderation zu führen. Allerdings nicht allein, sondern mit Ilkay und Nadine.

Einleitende Worte
Wir sind heute Moderatoren. Bei der Beschäftigung mit dem Thema ist mir die Bedeutung dieses Begriffes bewußt geworden. Die s.g. E-Moderation wurde aus dem Hochschulbereich übernommen. Hier wurden und werden StudentInnen bei der Festigung von Lerneinheiten untestützt. Wichtig ist hierbei die Rolle des Moderators. Seine Aufgabe ist nicht die Vermittlung von Wissen, sondern eher Fachdiskussionen zu führen bzw. eine Diskussion zu entfachen. Claudia Bremer fasst diese Rollenerwartung sehr gut zusammen, u.a. zitiert sie ROHFELD und HEMSTRA und sagt: “in die Verantwortung des Modarators fällt, Diskussionen zu verfolgen, Fachwissen beizusteuern und die Harmonie in der Gruppe aufrecht zu erhalten”. Ich persönlich erwarte heute viele Anregungen wie man die Rolle eines Moderators mit Leben erfüllen kann. Mit diesen Worten übergab ich an Nadine. Sie war unsere Hauptmoderatorin und Tutorin.

Resümee

  • bloß gut, dass niemand das Chaos im Vorfeld erlebt hat,
  • die Vorbereitung hat super Spaß gemacht, wir haben viel gelacht und ganz nebenbei den Anderen etwas näher kennengelernt,
  • wie zwingt man die Gruppein ein Zeitmanagement, wenn man eigentlich die Aufgabe hat die Diskussion zu aktivieren?
  • Wie findet man mindestens drei positive Einschätzungen im Vortrag eines Lernenden? Negative Sachen fallen ja sofort auf und es sind meist mehr als drei Punkte!

Mein Mini-Seminar
Ich möchte an dieser Stelle nicht das ganze Drehbuch zitieren, sondern nur einige Gedanken darstellen.
Das Thema ist Thema, eine Diskussion entfachen, Fachwissen beisteuern, Online-Lernende erfolgreich unterstützen und alles in 15 Minuten?!

Das Konzept war schnell erarbeitet.

  1. Begründung warum ich das Thema für mich persönlich als wichtig erachte.
  2. Erarbeitung einer Struktur wovon die Wahl eines Themas abhängig ist.
  3. Zwei Diskussionsgruppen bilden (erste Gruppe Moderatorinnen des heutigen Tages und zweite Gruppe ModeratorInnen vom 16.03.
  4. Fragen überlegen!
  5. Zeitraster aufbauen

Eigene Reflexion
•Warum habt ihr dieses Thema gewählt? •Welches persönliches Interesse hab ihr an dem selbstgewählten Themas?
Mit diesen beiden Fragen forderte ich die erste Gruppe zur Diskussion auf. Jeder gab eine Antwort, zum Glück hatte die anderen Moderatorinnen ihre Seminar schon gehalten und sprachen locker. Ich kam mir vor wie Debian, immer bereit, wenn es stockt eine weitere Frage zu stellen.
Der Fachwissensteil war zwar passend, jedoch “fuchtelte” ich nur mit dem Whiteboard-Zeiger über die entsprechenden Passagen, so dass eine richtige Zuordnung der Antworten der Gefragten zu den Punkten von denen ein Seminarthema abhängt nicht nachvollziehbar war.

•Welches Thema würde euch persönlich interessieren? •Welches persönliches Interesse hättet ihr an dem selbstgewählten Thema?
Mit diesen Fragen forderte ich dann die zweite Gruppe auf. In dem Glauben alle seien anwesend, sprach ich natürlich gleich mal einen “Nichtanwesenden” an (Abwesendheitssymbol war nicht gesetzt). Verwirrung! Regeln nicht abgesprochen?! schnell den nächsten angesprochen. Da die Fragen der zweiten Gruppe auf einer weiteren Folie waren, kam es zu einem ständigen hin und her schalten zwischen Fachwissen-Folie und Fragen. (es folgen noch weiter Gedanken…)

15 Minuten eingehalten! und ganz viele Erfahrungen gemacht. Die wichtigste ist, dass man wirklich eine Nachbearbeitung druchführen muss, schöner wäre natürlich man könnte sich noch einmal mit einemoder einer am Seminar beteiligten Person unterhalten und auch über die Kritikpunkte sprechen.

Erste Online-Prüfungsvorbereitung

Für eine Prüfungsvorbereitung nutzte ich erstmals die Möglichkeit der Online-Version. Die Gründe die zu der Entscheidung für die Online-Version geführt haben, lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  • TeilnehmerInnen mit verschiedenen Prüfungsschwerpunkten,
  • zu große Niveauunterschiede im vorhandenen Wissen,
  • Vorbereitung auf unterschiedliche Prüfungsmodule zur selben Zeit,
  • zusätzliche krankheitsbedingte Nacharbeiten und
  • die zur Verfügung stehende Zeit.

Bei allen TeilnehmerInnen waren die technischen Voraussetzungen und die Online-Kommunikationskompetenzen gewährleistet.
Für die TeilnehmerInnen plante ich jeweils 30 Minuten Gespräche ein. Alle an der Übung teilnehmenden LernerInnen erhielten im Vorfeld Schwerpunkte mitgeteilt. Für die technische Umsetzung wurde die Funktion “Gruppenkonversation” in Skype verwendet. Es wurden insgesamt 4 Gruppensitzungen durchgeführt.
Ablauf:
In der ersten Sitzung waren die vorhandenen Grundkenntnisse gefragt. Dabei ging es nicht um die Beantwortung von Faktenfragen, sondern um die Erfassung der allgemeinen Kenntnisse. Die TeilnemerInnen erhielten ein fallbezogenenes Beispiel aus dem jeweiligen Stoffgebiet und mussten danach ihre Antworten formulieren.
In den weiteren Sitzungen wurden dann auf die vorhandenen Kenntnisse aufgebaut und immer mehr formales Wissen in die Abfragen eingebunden.
Bereits in der ersten Sitzung kam ein in der Litartur oft beschriebener Fakt zum Tragen: die notwendige Motivation der Teilnehmenden. Ich musste wirklich viel Zeit für die Motivation einplanen. Einplanen ist hier der falsche Ausdruck, denn ich hatte bis dahin noch keine Erfahrung. Also koppelte ich die Motivation mit den Fragen zum Fachwissen. Als Beispiel möchte ich ein Szene beschreiben. Es ging im Fachgespräch um die Grundlagen vom objektorientierten Programmiersprachen. Hier bilden die Begriffe “Objekt”, “Objektvariable”, “Klasse” und “Vererbung” immer ein prüfungsrelvante Rolle, da diese Begriffe zum Grundwissen gehören. Offensichtlich hatte eine Teilnehmerinn hier keinerlei Verständnis aufgebaut. Bis zu dem Moment als ihre Tochter in die Gruppensitzung “reinplatzte”. Ich reagierte sofort und stellte eine Verbindung zwischen den Begriffen “Klasse” und “Objekt” zu den Begriffen “Mutter” und “Tochter”. Einigen Informatikern wird dieser Vergkeich bestimmt das Herz brechen, nur eine andere Möglichkeit hatte ich im Moment der Gruppensitzung nicht. Nur wenn die besagte Teilnehmerin sich jetzt ein Bild von den Begriffen der objektorientierten Programmierung machen kann, ist doch das Lehrziel erreicht.
Diese erste Erfahrung mit einer Online-Prüfungsvorbereitung hat mich ermutigt auf jeden Fall weiter zu machen. Die Vorbereitung, Durchführung und Nacharbeit müssen meinerseits noch verbessert werden, u.a. könnte ich noch andere didaktische Mittel einbeziehen.
Zum Abschluss bleibt eine neue Frage: Welche Rolle spielte ich in diesem Szenario?  E-Moderator, E-Tutor, E-Teatcher, Tele-Tutor, E-Trainer, Tele-Mentor oder E-Mentor.

Stufe 4 Wissenskonstruktion nach Gilly Salmon

Zur besseren Darstellung wird noch einmal die Grafik des 5-Stufen-Modells von Salomon genutzt.

Die Stufe 4 wird von Salmon u.a. durch folgende Zitate charakterisiert:

“Auf Stufe IV beginnen die Teilnehmer häufig das Potential von textbasierter asynchroner Interaktion zu erkennen und übernehmen die Kontrolle ihrer eigenen Wissenskonstruktion auf einer neuen Weise” (Salmon 2004, S. 44)
Lernende entwicklen ihre eigenen internen Wissensmuster und verknüpfen sie direkt mit persönlichen Erfahrungen.(Salmon 2004, S. 45)
E-tivities können auf Wissen basieren, welches die Teilnehmer schließlich selber zu strukturieren haben. Für die E-Moderatoren gilt es, nicht zu viel und nicht zu wenig Struktur vorzugeben.(Salmon 2004, S. 45)
Einige E-tivities zeigen, wie Online-Diskussionen entwickelt werden können: Einstieg in ein Thema, Suche nach Informationen, Konstruktion von Wissen und Abrunden des Themas.(Salmon 2004, S. 88)
Wir unterstützen die Teilnehmer bei der Wissenskonstruktion, indem wir Fragen stellen, Informationen in Beziehung zu ihrem Vorwissen setzen und neue Informationen auf dem Internet suchen lassen.(Salmon 2004, S. 91)
In dieser Phase können Teilnehmer schon sehr gut zusammenarbeiten. (Salmon 2004, S. 148)
Teilnehmer können online verschiedene Standpunkte vertreten, um so die Perspektivenvielfalt zu erhöhen. (Salmon 2004, S. 149)

In unserem Tandem basierte die Interaktion mehr auf synchronen Medien. Das Interessante an der Lösung der Aufgabe war nicht das Ergebnis, sondern der Weg bis zu dieser Lösung. Jeder brachte seine bisherigen Kenntnisse ein und es wuchs ein gemeinsamer Lösungsansatz. Für die Entwicklung wurde Map42 genutzt. Doch hatten wir diese Art von Wissenskonstruktion nicht schon in den Meetings zur Stufe 3 entwickelt?
Die Struktur, die wir in der Stufe 4 von den Moderatoren vorgegeben bekamen, war sehr eng gefaßt. Das vorgegebene Beispiel ließ einen sehr großen Interprettationsspielraum zu. In dieser Situation war die Gruppengöße von 2 bis 3 Personen richtig gewählt. Es blieb nicht viel Raum für Diskussionen in der gesamten Gruppe. Die Diskussion im Tandem war dafür sehr umfangreich. Der Interpretationsspielraum war sicherlich die Ursache dafür. Der Unterschied zwischen Stufe 3 und 4 ist mir im Bezug auf die Gruppenmeetings nicht bewußt geworden.


Lernaufgabe: Analyse eines mediengestützten Lernszenarios

Zur bessern Übersicht wird ein Mindmap von Mind42.com benutzt (mind42). Hier werden die wichtigsten Aussagen innerhalb der Fallstudie erstellt. Als kollaboratives Tool ist es sehr gut geeignet mit anderen Personen die Maps zu erarbeiten. Ein Test dazu läuft. Die Anbindung an Skype ist auch möglich.

Es istdas ersten Mal, dass ich mit dem kollaborativen Tool Mind42 arbeite. Deshalb werden auch alle drei Möglichkeiten der Veröffentlichung in einem Artikel versucht.

1. Integriere dein Mindmap:

Gemeint ist das Kopieren der Internetadresse als Text in  deine Seite.

http://mind42.com/pub/mindmap?mid=8ea72425-bc0e-49cd-9101-4b7f89c61873

Es muss, um die Benutzerfreundlichkeit zu verbessern, in einen Link umgewandelt werden.

2. Direkter Link

Lernorganisation

Didaktische Struktur

Strukturierung medialer Lernumgebungen

Dieser Link sollte jedoch um das Attribut target=”_blank” erweiter werden, da sonst die Mindmap im selben Fenster öffnet.

3. Einbinden

Der Tag iframe wird in Wordpress im HTML-Editor nicht dargestellt. Ich versuche den Tag in ein Bild (<img src=”"> umzuwandeln).Das hat nicht geklappt.  Vielleicht hat jemand einen Tip zum Thema iframe und Wordpress.

Lernumgebung und Lehr- und Lernkultur

“Leider vermögen viele der bis heute aufgebauten Lernumgebungen nur einen Teil der oben erwähnten Möglichkeiten auszuschöpfen. Einerseits wird wohl noch eine ganze Weile verstreichen müssen, bis sich eine neue Lehr- und Lernkultur herausbildet, die die neuen Technologien optimal nutzt. Andererseits ist das webbasierte eLearning eine so junge Disziplin, dass erste Erfahrungen erst jetzt gemacht werden. Gerade die andauernden technologischen Entwicklungen bereiten Entscheidungsträgern beträchtliche Orientierungsschwierigkeiten.” (Brugger 2004, S. 4) (weiterlesen…)