Installation LMS (5) Sicherheit ILIAS

Die Authentifizierung/Neuanmeldung ist der erste Punkt der Konfiguration bei ILIAS im Bereich “Adminsitration”. Damit wird die hohe Bedeutung dokumentiert.

Neuanmeldungen

In der Testumgebung ist keine Registrierung möglich, alternativ wäre die Neuanmeldung mit Überprüfung durch den Administrator einstellbar. Die Authentifizierung ist über die ILIAS-Datenbank gesetzt.Es existiert kein öffentlicher Bereich. Die Unterstützung bei vergessenem Passwort ist abgeschaltet. Es erfolgt keine Passwortgenerierung.

Cron-Jobs
Ein Cron-Job ist ein automatisierter Prozess, der zu bestimmten vorgegebenen Zeitpunkten abläuft. Sie finden Informationen zur Aktivierung dieser Cron-Jobs in der Installationsanleitung. Alle Cronjobs sind abgeschaltet.

Datenschutz und Serversicherheit

Hier werden Datenschutz- und Sicherheitseinstellungen vorgenommen. Das Passwort muss durch den Nutzer bei der Erstanmeldung geändert werden. Das gleichzeitige Anmelden mit gleichen Accounts von verschiedenen Rechner ist eingeschaltet.

Rechteeinstellungen und Standardoperationen

Der Registerreiter “Rechte” ist über jede Kategorie der Administraion erreichbar. Hier werden die globalen Rechteeinstellungen für den User, Guest und Anonymous gesetzt im Punkt “Verwalten” gesetzt. Weiter können die Standardoperationen Anzeigen, Lesezugriff und Schreiben ausgewählt werden.

Quelle
Campus Source stellt verschiedene Dokumentation zur Verfügung (mehr). In der Hilfe für Systemadminstratoren sind die verschiedenen Möglichkeiten für globale, lokale und system-eigene Rollenvorlagen beschrieben.

Installation LMS (4) Sicherheit Moodle (2)

Das Sicherheitskonzept für Moodle ist umfangreich und bedarf eigentlich einer eigenen Rubrick. Zu empfehlen sind hier die Veröffentlichungen der Landesakademie für Fortbildung und Personalentwicklung an Schulen in Baden Würtenberg LFB  (mehr) und das Moodle-Praxishandbuch von Fredi Gertsch (Verlag Addison-Wesley). In der Quelle LFB stehen umfangreiche Downloads zum Thema Sicherheit zur Verfügung.
Ein wichtiges Sicherheitskonzept ist dabei der Umgang mit den zur verfügungstehenden Rollen.

In der genutzten Testumgebung sind die folgenden Einstellungen verwendet worden:

  1. Nutzerauthentifizierung – aktive Plugins zur Authentifizierung (Manuelle Zugänge, kein Login)
  2. Sicherheit – Websiterechte (Anmeldung notwendig, Profilzugriff nur für eingetragene NutzerInnen, Kennwortlänge 8 Zeichen mit 1 Ziffer 1 Kleinbuchstaben 1 Großbuchstaben und 1 Sonderzeichen, Bestätigungsmail bei Änderung eines Profiles)
  3. Sicherheit – HTTP-Sicherheit (alle aktiv)
  4. Sicherheit – Modulsicherheit  (Standard gesetzt)
  5. Server – Aufräumarbeiten (nach 14 Tagen NutzerInnen abmelden, unvollständige Nutzerkonten nach 3 Tagen löschen)
  6. Berichte – Security overview (Status überprüfen und gegebenenfalls Einstellungen ändern)

Noch ein HInweis aus den Mitteilungen der Testumgebung : Die Aktivierung der PHP-Einstellung display_errors wird für produktive Websites nicht empfohlen, weil einige der Fehlermeldungen sensible Informationen über Ihre Serverkonfiguration preisgeben könnten.

Installation LMS (3) Sicherheit Moodle (1)

Sicherheitseinstellungen

Moodle
In vielen Veröffentlichungen wird die Installation von Moodle unter XAMPP erläutert. Es erfolgt jedoch auch sofort der Hinweis, dass mit diesem System zwar eine Testumgebung möglich ist, jedoch keine Produktivumgebung. Deshalb gilt mein Interesse der Installation unter Windows, später wird auch UNIX/Linux folgen. Warum ich mich bereits am Anfang mit den Sicherheitseinstellungen beschäftige ist wohl der Tatsache geschuldet, dass ich schon ” unliebsamen Besuch” hatte. Es sind jedoch ersteinmal Vemutungen, aber später im laufenden Betrieb sollte so etwas nicht geschehen!.

Im Loginbereich ist jetzt nur noch das Login-Fenster zu sehen, keine Möglichkeit auf Nutzerkontenerstellung oder Hilfe beim Login.

Abschalten des Dialoges zur Hilfe bei vergessenen Passwörtern
In der Datei styles_layout.css im Ordner theme\standard findet ihr die Zeilen:

.loginbox .forgotsub {
border-top:1px solid;
margin-left:12%;
margin-right:12%;
margin-bottom:5px;
display:none;
}
Mit display:none; wird der Bereich ausgeblendet.

Eine weitere Möglichkeit ist das Auskommentieren von Quelltextzeile in der Datei index_form.html.

<!- - <div>
<div>
<?php print_string(“forgotten”) ?>
</div>
<form action=”forgot_password.php” method=”post” id=”changepassword”>
<div>
<input type=”hidden” name=”sesskey” value=”<?php echo sesskey() ?>” />
<input type=”submit” value=”<?php print_string(“passwordrecovery”) ?>” />
</div>
</form>
</div>
</div> - ->

Es wird empfohlen einen Alternativtext anstatt des auskommentierten Bereiches einzugeben. Im Moodle-Forum wird das Ergebnis des Auskommentierens, damit beschrieben, dass die ganze Login-Seite leer ist. Ist so glaube ich von der genutzten Moodle-Versionen abhängig und bitte nur eine von beiden Methoden benutzen.

Installation LMS (2) Layout

Layoutveränderungen

Moodle
Es sei angemerkt, dass ich die Version 1.8 installiert habe. Das Umschalten der vorhandenen Seitenlayouts erfolgt problemlos. Die Einstellungen erfolgen im Bereich Darstellungen – Design – (Einstellungen oder Design-Auswahl). Der Administrator hat im Design die Möglichkeit grundlegende Einstellungen vorzunehmen. Hierzu gehören u.a. die Möglichkeit für den Nutzer sein eigenen Seiten-Design zu verändern. Man kann neue Design-Vorlagen in den Ordner “Theme” auf dem Webserver hochladen, diese wurden jedoch nicht in der Designliste aufgenommen. Darauf hin installierte ich die Version 1.9 und es konnten auch externe Layouts (Themes) eingebunden werden.

ILIAS
Die Einstellungen erfolgen im Bereich Skin/Style. Der Administrator hat in vier Bereichen die Möglichkeit Einstellungen vorzunehmen: Grundeinstellungen, System-Styles, Content-Styles ud Seitenlayouts.

ATutor
Im Bereich Systemeinstellungen wird das Seitenlayout administriert. Die vorinstallierten Layouts können angewendet werden. Der Import brachte meist die Meldung, dass “die zu importierende Datei nicht entpackt werden kann” oder “Importverzeichnis konnte nicht erstellt werden”. Als Alternative habe ich die Layouts per FTP-Upload auf den Webserbver geladen.

Zusammenfassung:
Alle drei LMS bieten umfangreiche Möglichkeiten das Layout anzupassen. Dieser Prozess war für mich sehr zeitaufwendig und wurde aus diesem Grund auch nicht weiter geführt. Die LMS besitzen jetzt ein einfaches Layout, damit sich auch weitere Tester auf die Funktionalität konzentrieren können. Bei diesen durchgeführten Veränderungen sind mir die unterschiedlichen Seitenaufbau-Geshwindigkeiten der LMS aufgefallen. Moodle war deutlich langsamer im Annhemen der Umstallungen als ILIAS und ATutor. Um den Faktor der Serverbelastung auszuschließen, wurde die Einstellungsänderungen zu verschiedenen Tageszeiten und Tagen vorgenommen. Das Ergebnis blieb immer das Gleiche im Punkt Geschwindigkeit.

Installation LMS (1)

Installation

Wie fühlt man sich während einer Installation vom Lermangementsystemen, wenn ständig eine Fehlermeldung kommt, obwohl es in den Beschreibungen so einfach klingt?
Und wie fühlt man sich, wenn man nach einer erfolgreicher Installation den Login schafft?

Zwischen diesen beiden Fragen war ich in den letzten Tagen ständig hin und her gerissen. Für eine Testumgebung sollen mehrere LMS installiert werden. Zur Auswahl stehen Moodle, ATutor, ILIAS, OLAT, studip und metacon. Als Plattform nutze ich einen virtuellen Windows 2003 Server mit Apache, PHP und MySQl. Der Vorteil  eines virtuellen Servers, liegt in der einfachen und schnellen Art das System zurückzusetzen.

Mir erschien Moodle als einfachste Version. Vorweg sei bemerkt, dass durch falsches setzten der Dateiberechtigungen die größten Schwierigkeiten entstanden. Danach folgte der mangelnde Überblick über die Benutzter und ihre Kennwörter (da mussten so einige angelegt werden!).
Nachdem das Betriebssystem mehrmals neu initialisiert wurde und ich auch die Installation ordnungsgemäß dokumentierte, klappte alles wirklich ohne Beanstandungen. Selbst das Sprachmodule “DE” wurden sehr gut integriert.

Z. Zeit sind drei LMS aktiv: Moodle (mehr), ATutor (mehr) und ILIAS (mehr).

Anmeldung neuer Nutzer im Loginbereich

Bei allen drei LMS können sich Benutzer anmelden/registrieren. Bei Moodle erhält der neue Nutzer eine E-Mail, bei ATutor und ILIAS ist der Login sofort möglich. Da bei allen LMS noch keine Kurse hinterlegt sind könnt ihr also nur die Oberflächen begutachten.

Jetzt heißt es ersteinmal darüber Gedanken machen, was ich im Einzelnen bewerten und einrichten will.

Über Anregungen und Fragen die euch zum Thema LMS interessieren bin ich sehr dankbar. Die Installationsdokumentation kann per E-Mail angefordert werden.

im nächsten Artikel mehr zur Rollenzuweisung und Layout…

Neue Lernphase “E-Inclusion”

In der neuen Lernphase werde ich mich mit dem Thema E-Inclusion auseinander zu setzen haben. Und wie immer wird das “Klarmachen der Aufgabe” viel Zeit in Anspruch nehmen. Als Hilsmittel setze ich dabei neben verschiedenen Literatursuchprogrammen, wieder den MindManager und Citavi ein. Das Programm “OneNote” aus Microsoft Office 2007 wird erstmals verwendet.

Problemfelder:

  • Internationalisierung und Virtualisierung von Bildung und
  • Barrierefreier Zugang und Heterogenität von Bildungsvoraussetzungen

Ausgehend von den Problemfeldern wird es notwendig werden, die Definitionen des Begriffes “E-Inclusion” zu analysieren und die im Zusammenhang stehenden Begriffe “Barrierefreiheit”, “Internationalisierung” und “Virtualisierung” zu erfassen.

Bereits zu Beginn der Recherchen werden zwei unterschiedliche Herangehensweisen an die “E-Inclusion” sichtbar. In Deutschland ist die Verbindung zwischen E-Inclusion und E-Government  und in der Schweiz die Initiative “alle mitnehmen auf dem Weg zur Informationsgesellschaft” zu erkennen.

Ich bin gespannt ob sich dieses Bild mit den weiteren Studien verändert. Mein Glossar wird auf jeden Fall um einige Einträge reicher.

Meine erste E-Moderation

Am 09.03.2010 ca 21:30 Uhr war es endlich soweit: meine erste E-Moderation konnte starten.

Vorgeschichte
Im Rahmen des Kurses “Online Tutoring” hatten wir die Aufgabe in die Rolle eines Online Moderators zu schlüpfen. Das Ziel war die Planung einer virtuelle Seminareinheit, deren Durchführung und Reflexion. Wir sollten uns selbst ein Thema aus dem Themenfeld Online Tutoring wählen und ein “maximal” 15 minütiges Mini-Seminar zu halten. Kling gut einfach und realisierbar, wenn… ja wenn man ein Thema hätte? Also habe ich die Not zur Tugend gemacht und genau dieses Thema gewählt: Die Wahl des richtigen Seminarthemas! Es gibt natürlich auch eine Langform für den Titel (lange Titel deuten auf die Gewichtigkeit des Themas hin :-)) “Mit der Wahl des richtigen Themas wird der Grundstein für den Erfolg im Online-Seminar gelegt”.

Das Gruppenmeeting
Innerhalb des Gruppenmeetings hatte ich mich (auch noch) bereit erklärt, die Rahmenmoderation zu führen. Allerdings nicht allein, sondern mit Ilkay und Nadine.

Einleitende Worte
Wir sind heute Moderatoren. Bei der Beschäftigung mit dem Thema ist mir die Bedeutung dieses Begriffes bewußt geworden. Die s.g. E-Moderation wurde aus dem Hochschulbereich übernommen. Hier wurden und werden StudentInnen bei der Festigung von Lerneinheiten untestützt. Wichtig ist hierbei die Rolle des Moderators. Seine Aufgabe ist nicht die Vermittlung von Wissen, sondern eher Fachdiskussionen zu führen bzw. eine Diskussion zu entfachen. Claudia Bremer fasst diese Rollenerwartung sehr gut zusammen, u.a. zitiert sie ROHFELD und HEMSTRA und sagt: “in die Verantwortung des Modarators fällt, Diskussionen zu verfolgen, Fachwissen beizusteuern und die Harmonie in der Gruppe aufrecht zu erhalten”. Ich persönlich erwarte heute viele Anregungen wie man die Rolle eines Moderators mit Leben erfüllen kann. Mit diesen Worten übergab ich an Nadine. Sie war unsere Hauptmoderatorin und Tutorin.

Resümee

  • bloß gut, dass niemand das Chaos im Vorfeld erlebt hat,
  • die Vorbereitung hat super Spaß gemacht, wir haben viel gelacht und ganz nebenbei den Anderen etwas näher kennengelernt,
  • wie zwingt man die Gruppein ein Zeitmanagement, wenn man eigentlich die Aufgabe hat die Diskussion zu aktivieren?
  • Wie findet man mindestens drei positive Einschätzungen im Vortrag eines Lernenden? Negative Sachen fallen ja sofort auf und es sind meist mehr als drei Punkte!

Mein Mini-Seminar
Ich möchte an dieser Stelle nicht das ganze Drehbuch zitieren, sondern nur einige Gedanken darstellen.
Das Thema ist Thema, eine Diskussion entfachen, Fachwissen beisteuern, Online-Lernende erfolgreich unterstützen und alles in 15 Minuten?!

Das Konzept war schnell erarbeitet.

  1. Begründung warum ich das Thema für mich persönlich als wichtig erachte.
  2. Erarbeitung einer Struktur wovon die Wahl eines Themas abhängig ist.
  3. Zwei Diskussionsgruppen bilden (erste Gruppe Moderatorinnen des heutigen Tages und zweite Gruppe ModeratorInnen vom 16.03.
  4. Fragen überlegen!
  5. Zeitraster aufbauen

Eigene Reflexion
•Warum habt ihr dieses Thema gewählt? •Welches persönliches Interesse hab ihr an dem selbstgewählten Themas?
Mit diesen beiden Fragen forderte ich die erste Gruppe zur Diskussion auf. Jeder gab eine Antwort, zum Glück hatte die anderen Moderatorinnen ihre Seminar schon gehalten und sprachen locker. Ich kam mir vor wie Debian, immer bereit, wenn es stockt eine weitere Frage zu stellen.
Der Fachwissensteil war zwar passend, jedoch “fuchtelte” ich nur mit dem Whiteboard-Zeiger über die entsprechenden Passagen, so dass eine richtige Zuordnung der Antworten der Gefragten zu den Punkten von denen ein Seminarthema abhängt nicht nachvollziehbar war.

•Welches Thema würde euch persönlich interessieren? •Welches persönliches Interesse hättet ihr an dem selbstgewählten Thema?
Mit diesen Fragen forderte ich dann die zweite Gruppe auf. In dem Glauben alle seien anwesend, sprach ich natürlich gleich mal einen “Nichtanwesenden” an (Abwesendheitssymbol war nicht gesetzt). Verwirrung! Regeln nicht abgesprochen?! schnell den nächsten angesprochen. Da die Fragen der zweiten Gruppe auf einer weiteren Folie waren, kam es zu einem ständigen hin und her schalten zwischen Fachwissen-Folie und Fragen. (es folgen noch weiter Gedanken…)

15 Minuten eingehalten! und ganz viele Erfahrungen gemacht. Die wichtigste ist, dass man wirklich eine Nachbearbeitung druchführen muss, schöner wäre natürlich man könnte sich noch einmal mit einemoder einer am Seminar beteiligten Person unterhalten und auch über die Kritikpunkte sprechen.

Geldtransfer in Second Life

Nach den ersten Freiflugstunden und Bauversuchen, kam schon der Wunsch auch atwas zu kaufen. Im ersten Versuch auf xstreetsl habe ich dann auf die L$-Gutschrift auf meinem Konto gewartet und gewartet. Und wenn sie nicht…, dann würden sie noch heute auf ihr Geld warten. Den freundlichen Hinweis: “Der Geldtransfer kann 2 bis 4 Tage dauern”, habe ich schon gelesen. Nur so lange warten macht ungeduldig. Also einen zweiten Transfer gebucht. Diesmal direkt in SL. Über das kleine Symbol am oberen Rand des Programmfensters ging die Umtauschaktion von Euro in L$ recht flott. In wenigen “Sekunden” war das Geld von meiner Kreditkarte weg und auf meinem SL-Konto gutgeschrieben. Endlich sah ich die grüne Zahl 5000 L$ (entspricht 19,42$ oder ca 15,92 Euro). Diesen Betrag kann man schon mal riskieren. Jetzt hatte ich zwar das Geld nur so richtig glücklich war ich nicht. Was ist mit dem anderen Geldtransfer passiert? Da hatt ich eine glänzende Idee: “Schau doch mal in der Buchungsbestätigung nach auf welcher Internet-Adresse die Buchung erfolgte.”. Natürlich war es xstreetsl. Die Anmeldedaten waren die Gleichen wie in SL und … da waren ja meine ersten L$’s.

Des Rätsels Lösung ist eine ganz einfache. Es ist bei SL und xstreetsl zwar der selbe Account, aber zwei verschiedenen Plattformen. Und wenn man bei xstreetsl Geld tauscht, muss man es auch abheben. Ist doch wie im wahren Leben oder?

So jetzt habe ich genug Geld, um mir endlich meine Biker-Sachen zu kaufen.

Erste Online-Prüfungsvorbereitung

Für eine Prüfungsvorbereitung nutzte ich erstmals die Möglichkeit der Online-Version. Die Gründe die zu der Entscheidung für die Online-Version geführt haben, lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  • TeilnehmerInnen mit verschiedenen Prüfungsschwerpunkten,
  • zu große Niveauunterschiede im vorhandenen Wissen,
  • Vorbereitung auf unterschiedliche Prüfungsmodule zur selben Zeit,
  • zusätzliche krankheitsbedingte Nacharbeiten und
  • die zur Verfügung stehende Zeit.

Bei allen TeilnehmerInnen waren die technischen Voraussetzungen und die Online-Kommunikationskompetenzen gewährleistet.
Für die TeilnehmerInnen plante ich jeweils 30 Minuten Gespräche ein. Alle an der Übung teilnehmenden LernerInnen erhielten im Vorfeld Schwerpunkte mitgeteilt. Für die technische Umsetzung wurde die Funktion “Gruppenkonversation” in Skype verwendet. Es wurden insgesamt 4 Gruppensitzungen durchgeführt.
Ablauf:
In der ersten Sitzung waren die vorhandenen Grundkenntnisse gefragt. Dabei ging es nicht um die Beantwortung von Faktenfragen, sondern um die Erfassung der allgemeinen Kenntnisse. Die TeilnemerInnen erhielten ein fallbezogenenes Beispiel aus dem jeweiligen Stoffgebiet und mussten danach ihre Antworten formulieren.
In den weiteren Sitzungen wurden dann auf die vorhandenen Kenntnisse aufgebaut und immer mehr formales Wissen in die Abfragen eingebunden.
Bereits in der ersten Sitzung kam ein in der Litartur oft beschriebener Fakt zum Tragen: die notwendige Motivation der Teilnehmenden. Ich musste wirklich viel Zeit für die Motivation einplanen. Einplanen ist hier der falsche Ausdruck, denn ich hatte bis dahin noch keine Erfahrung. Also koppelte ich die Motivation mit den Fragen zum Fachwissen. Als Beispiel möchte ich ein Szene beschreiben. Es ging im Fachgespräch um die Grundlagen vom objektorientierten Programmiersprachen. Hier bilden die Begriffe “Objekt”, “Objektvariable”, “Klasse” und “Vererbung” immer ein prüfungsrelvante Rolle, da diese Begriffe zum Grundwissen gehören. Offensichtlich hatte eine Teilnehmerinn hier keinerlei Verständnis aufgebaut. Bis zu dem Moment als ihre Tochter in die Gruppensitzung “reinplatzte”. Ich reagierte sofort und stellte eine Verbindung zwischen den Begriffen “Klasse” und “Objekt” zu den Begriffen “Mutter” und “Tochter”. Einigen Informatikern wird dieser Vergkeich bestimmt das Herz brechen, nur eine andere Möglichkeit hatte ich im Moment der Gruppensitzung nicht. Nur wenn die besagte Teilnehmerin sich jetzt ein Bild von den Begriffen der objektorientierten Programmierung machen kann, ist doch das Lehrziel erreicht.
Diese erste Erfahrung mit einer Online-Prüfungsvorbereitung hat mich ermutigt auf jeden Fall weiter zu machen. Die Vorbereitung, Durchführung und Nacharbeit müssen meinerseits noch verbessert werden, u.a. könnte ich noch andere didaktische Mittel einbeziehen.
Zum Abschluss bleibt eine neue Frage: Welche Rolle spielte ich in diesem Szenario?  E-Moderator, E-Tutor, E-Teatcher, Tele-Tutor, E-Trainer, Tele-Mentor oder E-Mentor.

Stufe 4 Wissenskonstruktion nach Gilly Salmon

Zur besseren Darstellung wird noch einmal die Grafik des 5-Stufen-Modells von Salomon genutzt.

Die Stufe 4 wird von Salmon u.a. durch folgende Zitate charakterisiert:

“Auf Stufe IV beginnen die Teilnehmer häufig das Potential von textbasierter asynchroner Interaktion zu erkennen und übernehmen die Kontrolle ihrer eigenen Wissenskonstruktion auf einer neuen Weise” (Salmon 2004, S. 44)
Lernende entwicklen ihre eigenen internen Wissensmuster und verknüpfen sie direkt mit persönlichen Erfahrungen.(Salmon 2004, S. 45)
E-tivities können auf Wissen basieren, welches die Teilnehmer schließlich selber zu strukturieren haben. Für die E-Moderatoren gilt es, nicht zu viel und nicht zu wenig Struktur vorzugeben.(Salmon 2004, S. 45)
Einige E-tivities zeigen, wie Online-Diskussionen entwickelt werden können: Einstieg in ein Thema, Suche nach Informationen, Konstruktion von Wissen und Abrunden des Themas.(Salmon 2004, S. 88)
Wir unterstützen die Teilnehmer bei der Wissenskonstruktion, indem wir Fragen stellen, Informationen in Beziehung zu ihrem Vorwissen setzen und neue Informationen auf dem Internet suchen lassen.(Salmon 2004, S. 91)
In dieser Phase können Teilnehmer schon sehr gut zusammenarbeiten. (Salmon 2004, S. 148)
Teilnehmer können online verschiedene Standpunkte vertreten, um so die Perspektivenvielfalt zu erhöhen. (Salmon 2004, S. 149)

In unserem Tandem basierte die Interaktion mehr auf synchronen Medien. Das Interessante an der Lösung der Aufgabe war nicht das Ergebnis, sondern der Weg bis zu dieser Lösung. Jeder brachte seine bisherigen Kenntnisse ein und es wuchs ein gemeinsamer Lösungsansatz. Für die Entwicklung wurde Map42 genutzt. Doch hatten wir diese Art von Wissenskonstruktion nicht schon in den Meetings zur Stufe 3 entwickelt?
Die Struktur, die wir in der Stufe 4 von den Moderatoren vorgegeben bekamen, war sehr eng gefaßt. Das vorgegebene Beispiel ließ einen sehr großen Interprettationsspielraum zu. In dieser Situation war die Gruppengöße von 2 bis 3 Personen richtig gewählt. Es blieb nicht viel Raum für Diskussionen in der gesamten Gruppe. Die Diskussion im Tandem war dafür sehr umfangreich. Der Interpretationsspielraum war sicherlich die Ursache dafür. Der Unterschied zwischen Stufe 3 und 4 ist mir im Bezug auf die Gruppenmeetings nicht bewußt geworden.